Antarktis – Die Entdeckung eines unbekannten Kontinents

Angesichts schmelzender Eisberge und Gletscher rückt die Antarktis nicht nur aufgrund der Klimawandel-Debatte in den Mittelpunkt des Interesses. Seit jeher sind Menschen fasziniert von dieser lebensfeindlichen Umgebung, in der sich eine einzigartige Landschaft aus Eis und Schnee geformt hat, die Lebensraum für Tiere zu Lande, zu Wasser und in der Luft ist.

Herausgefordert von den unwirtlichen Rahmenbedingungen, versuchten Menschen seit dem 18. Jhd. die Antarktis zu erforschen. In dem schön gestalteten Bildersachbuch von Giulia Vetri wird die Entdeckung dieses besonderen Kontinents Schritt für Schritt erklärt.  Mit dem Buch in der Hand oder auf dem Boden liegend, kann man sich von den klar gestalteten Seiten in Bann ziehen lassen und auf den Spuren der Entdecker wandeln. Am Anfang dieser Reise steht der Blick in die Sterne. Ausgehend von dem Sternbild des kleinen Bären, stellten sich die Bewohner des antiken Griechenlands ein Land gegenüber des Himmelsnordpols vor. Da im altgriechischen die Bedeutung von Bär „Arktis“ ist, bezeichnete man es als Antarktis. Wie viele Entdecker jedoch notwendig waren, um erste Karten von den Kontinenten zu zeichnen, zeigt eine aufklappbare Doppelseite. Dennoch wurde der Polarkreis erst 1773 von James Cook überquert. Bis zur Sichtung des eigentlichen Kontinents dauerte es nochmal knapp 50 Jahre. 1820 nährte sich eine russische Expedition dem Ufer. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Bestand an Roben und Walen aufgrund intensiver Bejagung schon stark dezimiert. Walöl und Robenfett waren begehrte Brennstoffe, ein Mantel aus Robbenfell galt in bestimmten Gesellschaftskreisen als schick. Seit dem 20. Jhd. kommen zunehmend die Auswirkungen des Klimawandels zum tragen. Die Eiskappen schmelzen und lassen den Meeresspiegel ansteigen. Ein Buch für alle Sinne und die ganze Familie.

Buchtipp von Minea Süss

Ab 9 Jahre.

Vetri, Giulia: Antarktis, Die Entdeckung eines unbekannten Kontinents, E. A. Seemanns, 2019, € 22.

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