Bin doch kein Angsthase

Nichte Nummer Drei ist ohne ihr Kuscheltier selten anzutreffen. Das Schaf (einfach Schaf genannt) hat farblich viel von seinen lebendigen Artgenossen. Das war nicht immer so und ist weniger der innigen Beziehung als der Tatsache geschuldet, dass Schaf damit leben muss, regelmäßig auf dem Boden abgelegt zu werden. Ebenso regelmäßig muss das genügsame Tier damit leben, dass die stolze Besitzerin ihren Gefühlen freien Lauf lässt und wenn ebendiese Gefühle nicht in einer Umarmung münden, dann in einem herzhaften in die Nase beißen, was von dem guten Tier kommentarlos hingenommen wird. Um den Stellenwert von Schaf in ihrem Leben zu benennen, ist meine Nichte noch zu klein. Der Junge in dem anrührenden Bilderbuch „Bin doch kein Angsthase“, weiht uns schon auf den ersten Seiten in das Geheimnis seiner Standhaftigkeit, seines Mutes  und seiner Zuversicht ein. Ein Kuscheltier, ein Hase um genau zu sein, ist immer an seiner Seite und bestärkt das Kind in verschiedenen Alltagssituationen. Diese werden von dem Jungen kurz geschildert, dann folgt jeweils die die Aussage „Aber Angst hab ich keine!“, anschließend werden wir als Lesende mit der Frage „Weisst du warum?“ direkt angesprochen und zum Nachdenken aufgefordert. Auf der nächsten Seite erfahren wir dann, dass das Stofftier (ein Hase) für Stärke und Mut sorgt. Am Ende gibt es aber außer dem geliebten Hasen noch zwei Zweibeiner, die tatsächlich die Funktin des Häschens bei weitem übertreffen.

Buchtipp von Minea Süss

Ab 3 Jahre.

Barroux, Bin doch kein Angsthase, Schaltzeit Verlag, 2019, €16,00.

 

 

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