Mein Riesenbilderbuch – Sachen suchen – Alle meine Tiere

Riesenbilderbuch

Eine Reise durch unterschiedliche Klimazonen und der damit verbundenen Flora und Fauna lässt sich in Bonn problemlos an einem Tag realisieren. Das Museum König, der Botanische Garten oder der in der weiteren Nachbarschaft gelegene Kölner Zoo laden gerade in den Ferien dazu ein, die Sehenswürdigkeiten vor der eigenen Haustür zu entdecken. Damit man sich an Ferienruhetagen, die man Zuhause verbringt nicht langweilt, kann man mithilfe des überdimensionierten Pappbilderbuchs von Amrei Fechner zu einer Safari der besonderen Art aufbrechen. Gestartet wird im Nahbereich. Sowohl das Titelbild, als auch die erste Schautafel entführen uns auf einen Bauernhof. Hier ist die Welt noch in Ordnung. Kühe, Pferde und Schafe sind auf der Weide, der Hahn kräht auf dem Misthaufen, auf dem Dach klappert der Storch und auch die Schwalben in der Luft fehlen nicht. Um auch die kleinen Lebewesen wie Insekten oder den unterirdisch lebenden Maulwurf und die possierlichen Feldmäuse sichtbar zu machen, ist dieser Bildausschnitt perspektivisch herangezoomt.

Vom europäischen Bauernhof geht es dann geradewegs in die weite Steppen- und Savannenlandschaft des afrikanischen Kontinents. Einmal umblättern und schon stellt sich den aufmerksam Schauenden die Frage, wo sich  Graukopfliest, Gnu und all die anderen Tiere versteckt haben. Am linken Bildrand sind die jeweiligen Tiere nochmals gesondert mit Namen aufgeführt und bieten somit nicht nur einen Suchanreiz, sondern auch eine nette Hilfestellung für all jene, die das eben erwähnte Vogeltier fälschlicherweise als Eisvogel verorten.

Nach Stationen „Am Nordmeer“, „Im Urwald“, „Am Wildbach im hohen Norden“ und einem Abstecher in „Die Unterwasserwelt“ eines Korallenriffs, landen wir wieder in heimischen Gefilden. Die Aufregende und abwechslungsreiche Rundreise schließt mit einer Nachtwanderung durch den Wald ab. Langweilig? Keinesfalls. Getarnt vom fahlen Mondlicht, sind zahlreiche Tiere unterwegs und warten darauf entdeckt zu werden.

Buchtipp von Minea Süss

Ab 2 Jahre.

Fechner, Amrei: Mein Riesenbilderbuch, Sachen suche, Alle meine Tiere, Ravensburger, 2016, € 19,99.

Willi Virus – Aus dem Leben eines Schnupfenvirus

Willi VirusWenn man weiß, dass Schnupfenviren beim Niesen mit einer Geschwindigkeit von, sage und schreibe, 150 km/h durch die Luft düsen,dann bekommt der feststehende Ausdruck in Bezug auf saisonal auftretende Erkrankungen „wie angeflogen“ eine ganz neue Bedeutung. Anschaulich und mit einer angenehmen Prise Humor versehen, erklärt uns der zur Familie der Schnupfenviren gehörende Willi seine Welt. Leicht hat es der arme Kerl natürlich nicht, denn kaum hat er es sich in unserer Nase bzw. Nasenschleimhaut gemütlich gemacht, versuchen wir mit der körpereigenen Abwehr sowie Haus- und Schnupfenmitteln aus der Apotheke dem engagiert erklärenden Kerlchen mitsamt seiner Nachkommenschaft den Garaus zu machen. Bevor es aber soweit ist, dass Willi und Konsorten von dannen ziehen, nutzt er jede Gelegenheit, um uns über die Entstehung, Verbreitung und Behandlung eines Schnupfens zu informieren. Als ernstzunehmender Vertreter seiner Gattung lässt er uns auch über den Tellerrand hinaus schauen und macht uns in Bild und Wort mit einer Reihe anderer Viren bekannt. Dabei erklärt Willi nicht nur unterhaltsam und witzig, sondern auch kurz und knapp. Dies gilt ebenso für die vertiefenden Informationen, die die Sachebene von Willis Ausführungen ergänzen. In kompakten, durchnummerierten Textblöcken, gibt es punktgenaue und gut verständlich formulierte Fakten, die man zu Viren wissen sollte. Besondere Beachtung verdienen auch die Vorsatzblätter dieses künstlerisch  anspruchsvoll gestalteten Sachbuchs. Versehen mit den unterschiedlichsten Nasen, werden uns in 20 Sprachen die Worte für Hatschi und Gesundheit vorgestellt. In diesem Sinne: Aptshi  und Santinho!

Buchtipp von Minea Süss

Ab 5 Jahre.

Trpak, Heidi: Willi Virus, Aus dem Leben eines Schnupfenvirus, Tyrolia, 2015, € 14,95.

Entdecke die Jahreszeiten

Entdecke die Jahreszeiten

Spätestens die Begegnung mit der wohlgenährten, braun-grünen Raupe, die am Montag, in einem erstaunlichen Tempo, vor der Ladentür vor mir Reißaus nahm, hat mich der Tatsache ins Auge sehen lassen, dass wir tatsächlich Frühling haben. Da wir uns Weihnachten mancherorts neben Osterglocken auch an einer Frühform der Japanischen Kirschblüte erfreuen konnten, sind meine Frühlingssensoren dieses Jahr etwas desorientiert. Aber eine Raupe zeugt doch davon, dass nun wieder alles in der Jahreszeit grünt, blüht, wächst und gedeiht, wie es sich gehört.

Um sicher zu gehen, habe ich aus gegebenem Anlass die Titel im Bereich Natur und Jahreszeiten in Augenschein genommen. Besonderen Gefallen habe ich dabei an dem Werk von Ute und Tilman Michalski gefunden. Zwar gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Büchern, die in ähnlicher Manier, Sachwissen mit Basteltipps und Rezepten garnieren, überzeugend sind hier aber die differenzierte Kapiteleinteilung, anhand derer sich schon die Entwicklung innerhalb einer Jahreszeit ablesen lässt. Dass man beim Frühling von Vorfrühling, Erstfrühling und Vollfrühling spricht, war mir bisher nicht bekannt, obwohl mir Früh- und Hochsommer leicht von den Lippen kommen. Anschauliche und spezifisch ausgewählte Fotos mit klaren, kurz gehaltenen Texten unterlegt, vermitteln einen authentischen Eindruck der jeweiligen Jahreszeit. Die dazu ausgewählten Bastel- und Rezeptideen lassen sich fast alle ohne großen Aufwand realisieren, auch wenn man keinen Garten sein Eigen nennt. Ausgesprochen charmant ist z. B. eine schöne Alternative zum Kinderschminken. Mithilfe von Cremetupfen lassen sich Blütenblätter aufs Gesicht kleben, die je nach Anordnung und Art einen maskenartigen Eindruck hervorzaubern und ausgesprochen plastisch wirken.

Buchtipp von Minea Süss

Ab 5 Jahre.

Michalski, Ute/Tilman: Entdecke die Jahreszeiten, Bastelideen, Rezepte und Tipps rund um die Natur, Fischer-Sauerländer 2015, €16,99.

 

 

 

Lumpi, Lampe, Luftballon – Das Dingebuch für Alltagsforscher

Lumpi, Lampe, LuftballonZugegeben, der Dackel auf dem Cover hat mich durchaus angesprochen, schließlich fällt einem das scherenschnittartig gestaltete Tier in leuchtendem Rot durchaus ins Auge. Ich könnte jetzt auch noch erzählen, dass ich in der Woche vor Ostern einen entzückenden, aber völlig überteuerten Dackelanhänger für den Schlüsselbund erworben habe und infolgedessen dieses possierliche Haustier überall erspähe. Ausschlaggebend das Buch näher zu betrachten, war aber tatsächlich der ungewöhnliche Titel, unter dem ich mir schlicht und ergreifend gar nichts vorstellen konnte. Jedes einzelne Wort der originellen Alliteration löste zwar eine nicht unbeträchtliche Flut an Assoziationen aus, war für mich aber nicht mit dem Untertitel in Einklang zu bringen. Was soll man denn unter einem „Dingebuch für Alltagsforscher“ verstehen? Nach der Lektüre kann ich diese Frage nun lässig mit: Dinge aus dem Alltag eben, beantworten. Das Schöne ist, es handelt sich wirklich um Dinge, bzw. Gebrauchsgegenstände oder Lebensmittel, die jeder von uns kennt. Die eine oder andere damit verbundene Geschichte wird den Großen von uns sicherlich bekannt sein. So z. B. die, wie der Teddybär zu seinem Namen kam. Aber hätten Sie gewusst, dass Gummihandschuhe ihre Existenz einem verliebten Arzt verdanken, dass Hot Dogs ihren Ursprung in Deutschland, genauer in Frankfurt haben, dass der Teebeutel eigentlich nur als Werbebeutel gedacht war und dass die allseits beliebte Taschenlampe aus einem beleuchteten Blumentopf entstanden ist? Gudrun Schury erzählt diese und viele andere Geschichten in kurzen, unterhaltsamen Texten, denen jeweils ein passendes Bild gegenübergestellt ist. Die Textseiten sind farbig unterlegt und unterstreichen den fidelen Charakter dieses kreuz und quer zu lesenden Buches.

Buchtipp von Minea Süss

Ab 7 Jahre für Groß und Klein

Schury, Gudrun: Lumpi, Lampe, Luftballon – Das Dingebuch für Alltagsforscher, Klett Kinderbuch, 2016, € 13,95.

Drei Kugeln Sommer

Drei Kugeln SommerNie werde ich den Gesichtsausdruck von Paula, damals sechs Jahre alt, vergessen, als ich ohne groß nachzudenken Eisbecher Nummer zwei bestellte. Die beste Freundin und ich sind Wiederholungstäterinnen. Im Sommer sind wir sehr regelmäßig an den Orten anzutreffen, wo man diese wunderbare Erfindung kulinarischen Einfallsreichtums verköstigen kann. An besagtem Tag waren Paula und ihre Mutter mit von der Partie und ich ungezügelt und gedankenlos. Obwohl der zweite Becher für Paula umgehend genehmigt wurde, hat diese, weiterhin mit ungläubigen Augen schauend, dankend abgelehnt.

Der Genuss von Peter Sís erfrischendem Bilderbuch hat mich nicht nur an dieses nette Beisammensein erinnert, sondern auch in gewisser Weise rehabilitiert. Mit unserer Begeisterung für das kalte Vergnügen stehen die beste Freundin und ich nämlich nicht alleine da. Ein Sommer ohne Eis im Hörnchen ist für Joe schlicht undenkbar. In kurzen Sätzen, die jeweils ein Bild kommentieren, erzählt der große Eisfreund in einem Brief an seinen Opa von seinen Erlebnissen und Aktivitäten in den Ferien. Wenn wundert es da, dass die sonnenempfindliche Speise zu ungeahnten Leistungen antreibt und überall anzutreffen ist. Jedes Bild kann als Suchbild verstanden werden, wenn es darum geht Eishörnchen und Eiskugeln ausfindig zu machen. Außerdem weckt das kalte Wundermittel die Begeisterung für Zahlen und Buchstaben. Was aber noch wichtiger ist: der Forscher in Joe will wissen, wo die Leckerei herkommt und wann sie entstanden ist. Spielerisch und ohne es zu merken, üben sich die Lesenden ein bisschen im Kopfrechnen, buchstabieren und erfahren eine Menge über die Geschichte von Speiseeis. Denn in den Ferien ist Joe zu einem wahren Experten auf diesem Gebiet geworden.

Buchtipp von Minea Süss

Ab 4 Jahre.

Sís, Peter: Drei Kugeln Sommer, Aladin, 2016, €14,95.

Drüber – Drunter In der Natur

U_5889_1A_DRUEBER_DRUNTER_NATUR.IND8Das querformatige Sachbuch mit dem etwas sperrigen Titel „Drüber – Drunter In der Natur“ ist ein Quell charmanter Geschichten, die aus der Betrachtung verschiedener Ökosysteme, Landschaften und der damit verbundenen Flora und Fauna herausgelesen werden können. Die Bilder sind mit offenen Verwandelkläppchen ausgestattet. Auf der Innenseite der Klappen finden sich kurze Sachinformationen als Ergänzung und Erklärung zum Bild. Nacheinander durchwandert man eine Auenlandschaft, Strand und Watt, erklimmt im Gebirge die Höhen und steigt hinab in die Tiefe von Höhlensystemen, spaziert durch den Wald und besucht Fuchs, Dachs und Ameise in ihren unterirdischen Wohnungen. Beendet wird die Reise im heimischen Gemüsegarten, unter dem sich nicht nur ein Brunnenschacht, sondern auch die Rückzugsorte von Maulwurf und Co. befinden.

Kurzweilig und mit einem zwinkernden Auge entführen uns die Autorinnen Anne-Sophie Baumann und Clotilde Perrin in die entlegensten Winkel der Natur. Das unter normalen Umständen Unsichtbare wird hier mithilfe einer nach unten ausklappbaren Bilderweiterung sichtbar gemacht, sodass sich die Bildeinheit immer aus dem Pendant über- bzw. unterirdisch ergibt. Im ausklappbaren Teil befinden sich neben erklärenden Bildbeschriftungen kurze Texte, die zu einer intensiveren Beschäftigung mit den Bildern auffordern. Und in der Tat lassen sich in den wimmeligen Bildwelten unzählige Geschichten entdecken. Wir müssen nur die Augen offen halten und schauen, was die Kinder und Erwachsenen bei ihren Touren durch die Natur erleben. Ungezwungen können sich Groß und Klein über das Gesehene austauschen und die Geschichten lebendig werden lassen.

Buchtipp von Minea Süss

Ab 4 Jahre.

Baumann, Anne-Sophie; Perrin, Clotilde: Drüber – Drunter In der Natur, Gerstenberg, 2016,  12,95 €.

 

Wir und unsere Geschichte

Wir und unsere GeschichteBeginnend mit der Entstehung der Erde, blättern Yvan Pommaux und Christophe Ylla-Somers in dem quadratischen Großformat die Hauptkapitel der Menschheitsgeschichte auf. Der Verzicht auf Überschriften und grafisch hervorgehobene Worte, Jahreszahlen und Textpassagen  ist auf den ersten Blick ungewohnt, vielleicht sogar irritierend, macht aber durchaus Sinn. Ohne hervorstechende Kapitelüberschriften und fettgedruckte Jahreszahlen, entsteht ein gleichberechtigtes Nebeneinander geschichtlicher Ereignisse, die als Entwicklung dargestellt werden und nicht als isolierte Einheiten in Erscheinung treten. Zudem wird dadurch auch auf angenehme Weise der Lesefluss unterstützt.

Im Mittelpunkt der Darstellung steht jeweils das erzählende Bild. Ergänzt werden die ausdrucksstarken, klaren Illustrationen von kurzen Texten, die auf wesentliche Informationen beschränkt sind. Originell sind hier die Textteile, die in rechteckigen „Sprechblasen“ untergebracht sind und als Minicomic die Information an der Stelle nicht nur betonen, sondern in Anbindung an die Figuren, die gerade sprechen, lebendig werden lassen. Die in loser Reihenfolge verteilten Comicsequenzen fügen sich harmonisch in die Bildgestaltung ein, ohne plakativ oder oberflächlich zu wirken.

Der geschichtliche Teil endet mit dem Zweiten Weltkrieg und gibt einen Ausblick auf zeitgeschichtliche Aspekte. „Denn die Geschichte ist Vergangenheit und das Leben die Gegenwart.“ Wer dann noch Lust hat weiterzublättern, kann die Galerie berühmter Persönlichkeiten anschauen und sich Anregungen für weitere geschichtliche Themen holen.

Lesetipp von Minea Süss

Ab 10 Jahre

Pommaux, Yvan; Ylla-Somers, Christophe: Wir und unsere Geschichte, Moritz Verlag, 26,00€.

Grosse Bauwerke

Grosse BauwerkeWer bei dem Untertitel von Patrick Dillons und Stephen Biestys gleichermaßen anspruchsvollem wie kurzweiligen Gemeinschaftswerk an eine langatmige und ermüdende Einführung in „Die Geschichte der Architektur“ denkt, kann seine bisherige Leseerfahrung getrost über Bord werfen und sich eines Besseren belehren lassen.

Auf nur 95 Seiten entfalten die beiden Autoren in einer gelungenen Symbiose aus Text und Illustration die Welt der Architektur von den Anfängen im Altertum bis in unsere Gegenwart. Dabei ist es dem zeichnerischen Können von Stephen Biesty zu verdanken, dass die exemplarisch ausgewählten Bauwerke nicht nur aufgrund einer exakten Strichführung kleine Detailles enthüllen sondern aufgrund der dreidimensionalen Darstellung auch den Blick in die Tiefe, bzw. hinter die Kulissen ermöglichen. Eine angemessene Größe der Illustrationen wird durch Klappseiten erzeugt, auf deren Vorderseite Zusatzinformationen zu Materialien, Bauelementen und Konstruktionsweisen verzeichnet sind. Aber erst durch den begleitenden Text von Patrick Dillon wird deutlich, dass sich eine Geschichte der Architektur nicht ohne die dazugehörenden Menschen in ihrer jeweiligen Zeit schreiben und denken lässt. Im Nu wird somit aus einem Stück Baugeschichte ein den Globus umspannendes Stück Menschheitsgeschichte.

Um diese Fülle an Informationen am Ende nochmals in die richtige Reihenfolge zu bringen, gibt es im Registerteil eine Zeitleiste, die die wichtigsten Aspekte beinhaltet. Nicht nur die Zielgruppe der Ab-Zehnjährigen wird hier viele spannende und interessante Aspekte rund um dieThemen Konstruktion, Statik, Kreativität, Zeitgeist usw. finden.

Lesetipp von Minea Süss

Ab 10 Jahre

Dillon, Patrick; Biesty, Stephen: Grosse Bauwerke. Die Geschichte der Architektur, Gerstenberg Verlag, 19,95 €.

 

 

Mein großes Baustellenbuch

U_5861 1A_MEIN GROSSES BAUSTELLENBUCH.IND75Wer glaubt, Kläppchen, Schiebe- und Drehelemente seien nur etwas für Minis, der irrt gewaltig. Anne-Sophie Baumann und Didier Balicevic entführen Technikbegeisterte und die, die es werden wollen in neun verschiedene Baustellenwelten. Wo hat man schon die Gelegenheit, auf kleinstem Raum  bequem und Staubfrei ohne den ohrenbetäubenden Baustellensound einen so intensiven Blick hinter die Kulissen zu werfen? Neben bekannteren Baustellenlandschaften wie Haus und Straße, kann man sich z. B. genauestens anschauen, wie die Tunnelsysteme für eine U-Bahn in die Erde gebaut werden. Mit dem beweglichen Aufzug fährt man gemeinsam mit den Arbeitern unter Tage. Die nach links und rechts ausklappbaren Röhrenelemente verdeutlichen die Dimension des entstehenden Bauwerks. Dreht man auf der linken Seite am Rad der Tunnelbohrmaschine fehlen nur noch Millimeter bis zum Tunnel aus der Gegenrichtung. Nach dem einschlägigen Studium der Bilder verfügt man auch problemlos über den entsprechenden Fachwortschatz. Wer außer Ingenieuren, Architekten und dem entsprechenden Fachpersonal weiß denn, dass Tübbings die aus Beton gegossenen Röhrenelemente sind? Wer es luftiger mag, der kann mit flinken Fingern weiter eilen und schauen, wie eine Achterbahn, ein Flugzeug oder ein Zirkus gebaut wird.

Lesetipp von Minea Süss

Ab 5 Jahre

Baumann, Anne-Sophie, Balicevic, Didier: Mein großes Baustellenbuch, Gerstenberg Verlag, 24,95 €