Clementine liebt Rot

Egal ob Festnetz oder Handy, die Tücken der Technik hat sicherlich schon jeder einmal am eigenen Leib zu spüren bekommen. Alleine letztes Jahr hat sich bei mir das Festnetz dreimal geweigert zu funktionieren. Konnte im ersten Fall eine größere Störung, die auch andere Stadtteile betraf ausfindig gemacht werden, waren die Experten eines großen Bonner Telekommunikationsunternehmens bei den beiden anderen Fällen ratlos. Der Tipp einfach mal alle Stöpsel zu ziehen und ein bisschen zu warten hört sich wenig professionell an, hat aber tatsächlich funktioniert.

Mit Stöpsel ziehen und warten kommt Wachtmeister Summer allerdings nicht weiter. Des Nachts wird er durch schrilles Klingeln aus dem Schlaf gerissen. Aufgrund einer wiederholt auftretenden Störung bekommt er nur Bruchstückhaft mit, dass ein Kind verschwunden ist. Weder der Wachtmeister noch sein Sohn, der das Gespräch mitbekommen hat, können ahnen, dass besagtes Kind am Nachmittag bereits gefunden wurde. Ebensowenig können sie ahnen, dass dieses Kind noch ein anderes Kind sucht. Im Grunde sind also zwei Kinder verschwunden. Meinen zumindest alle Beteiligten und das sind weit mehr als Wachtmeister Summer und sein Sohn. Schließlich haben mehrere Kinder beim Spielen im Wald die weinende Erbse gefunden, die Mutterseelenallein hinter einem Busch hockte. Der Tatendrang und die Hilfsbereitschaft aller Beteiligten (es werden übrigens bis zum Ende der Geschichte immer mehr) kennen keine Grenzen. Missverständnisse, Verwechslungen und jede Menge Überraschungen sind da vorprogrammiert. Zwischendurch bzw. Mittendrin sind übrigens fast alle Kinder, die sich in die abenteuerliche Suche gestürzt haben verschwunden. Aber wie heißt es doch so schön: „Wer suchet der findet.“ Ein tolles Vorleseabenteuer für die ganze Familie.

Buchtipp von Minea Süss

Ab 6 Jahre.

Boglar, Krystyna: Clementine liebt Rot, Gerstenberg, 2019, € 14,95.

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