Das letzte Schaf

„An der Arche um Acht“ ist ein wunderbares Buch, das seit seinem Erscheinen im Jahr 2007 unzählige Male über die Ladentheke gereicht worden ist. Elf Jahre später hat sich Autor Ulrich Hub wieder einer biblischen Geschichte zugewandt.   Diesmal treffen wir nicht auf Pinguine, sondern auf Schafe. Sieben an der Zahl erzählen uns erfrischend unkonventionell von dem Kind in der Krippe, dass mit keinem geringeren Versprechen als der Retter der Welt zu sein in eben diese gekommen ist. Besinnlich geht es dabei eher nicht zu. Direkt am Anfang gibt es gehörige Irritationen und Aufregung. Die Hirten sind weg! Schafe ohne Hirten sind wie Autofahrer ohne Navy – orientierungslos. Da aber immer einer den Durchblick hat oder haben muss, gibt es natürlich auch bei den Schafen eine Art Ersatznavy. Das Schaf mit der Mütze begibt sich in diese Rolle, braucht am Ende aber Unterstützung von dem Schaf mit der Zahnspange, welches aus erster Quelle von der Ziege erfahren hat, dass ein ganz besonderes Kind geboren wurde. Der Auftrag ist somit klar. Nicht nur die Hirten, sondern auch das Kind müssen schnellst möglich gesucht und gefunden werden. Ob die Schafe mit ihrer Suche erfolgreich sind, wird nicht verraten. Aber langweilig wird es den Schafen nicht. Es passiert noch eine ganze Menge. Ein Schaf geht verloren und macht Bekanntschaft mit einem Wolf, ein anderes fällt in den Fluss und muss gerettet werden, mathematisch begabte Kamele tauchen auf und staunen über die nicht vorhandenen Zählkünste der quirligen Wollknäuele. Ein Buch für die ganze Familie.

Buchtipp von Minea Süss

Ab 8 Jahre.

Hub, Ulrich: Das letzte Schaf, Carlsen, 2018, € 13,00.

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