Die kleine Eule fliegt zu den Sternen

Eulen als nachtaktive Waldbewohner passen gut in die dunkler werdende Jahreszeit. In Gruselgeschichten sorgt das zur Geisterstunde ertönende Schuhuu für wohlige Gänsehaut, Harry Potter hätte ohne seine Hedwig weder Post empfangen noch versenden können, alte Eulen sind seit jeher in der Literatur bekannt für Ihre Weisheit und Lebensklugheit. Insgesamt gehören Eulen mit zu den beliebtesten Tieren in der Kinder und Jugendliteratur. Gerade im Bilderbuch tummeln sich die großäugigen Wesen in zahlreichen Titeln. Das ewig nörgelnde und Tränen vergießende Eulenkind in „Heule Eule“ erfreut sich schon seit geraumer Zeit großer Beliebtheit und sorgt immer wieder für Lesespaß.

„Die kleine Eule“ aus dem Oetinger Verlag hat ihre Karriere in einem kleinformatigen Pappbuch mit dem Titel “ Die Eule mit der Beule“ begonnen. Die Begeisterung bei Groß und Klein hat zu weiteren Abenteuern geführt und da auch kleine Eulen wachsen, findet sich die flügge gewordene Eule nun in einem Bilderbuch ab drei Jahren wieder. Mit sehnsuchtsvollem Blick sitzt sie des Nachts im Baum und schaut in den Sternenhimmel. Das Funkeln der Himmelskörper ist ausgesprochen verlockend und der Wunsch diese aus der Nähe zu sehen wird immer größer. Doch so sehr sie sich auch reckt und streckt, die Sterne kann sie nicht erreichen. Angesichts dieser Erkenntnis und mit der unbedingten Unterstützung von Freund Spatz, verlässt das Eulenkind schließlich wagemutig den Ast und lernt fliegen. Susanne Weber erzählt auch diese Geschichte in flüssigen, gut zu lesenden Reimen. Als Lesende begleiten wir das Eulchen bei seinen ersten Flugversuchen, die letztlich in einem abenteuerlichen Versuch die Sterne zu erreichen enden. Fazit: Neugier, Mut und die Begeisterung für etwas tut nicht nur kleinen Eulen gut …

Lesetipp von Minea Süss

Ab 3 Jahre.

Weber, Susanne: Die kleine Eule fliegt zu den Sternen“, Oetinger, 2019, € 14,00.

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