Die Perlendiebin

Wer zur Fangemeinde Axel Schefflers gehört, kennt diesen bezaubernden Titel aus dem Jahr 1998 vielleicht noch. Rowohlt hat die Geschichte von dem kleinen unscheinbaren Huhn, das allen Mut zusammen nimmt und sich als Lehrling in Meister Peacocks Perlenladen bewirbt neu aufgelegt.

Fasziniert von den unzähligen Perlen in allen erdenklichen Größen und Farben kann das kleine Huhn sein Glück kaum fassen. Mit diesen schönen Dingen hat es nun jeden Tag zu tun. Aus den Perlen entstehen unter den strengen Blicken des Meisters kleine Kunstwerke, die begeisterte Abnehmer finden. Nur abends, wenn der Meister sich schon zurückgezogen hat, ist das kleine Huhn alleine und räumt noch die Werkstatt auf. Von den auf den Boden gefallenen Perlen magisch angezogen, steckt es diese heimlich ins Gefieder. Nun erwacht eine ungeahnte Gier im kleinen Huhn. Es kann einfach nicht genug bekommen und bedient sich nach kurzer Zeit sogar an den Perlengläsern. Es kommt aber noch schlimmer. Eines Tages steht unverhofft der Prinz samt Gefolge im Laden, um seine beschädigte Krone reparieren zu lassen. Der hohe Besuch spricht sich natürlich schnell herum ebenso wie der gräfliche Ball zu Ehren des Prinzen. Binnen kurzer Zeit türmen sich Schmuckstücke, die für das Fest hergerichtet werden sollen in der Werkstatt. Allein gelassen mit den Kostbarkeiten, begeht das kleine Huhn einen schweren Fehler. Was das kleine Huhn macht und ob es seinen Fehler wieder gut machen kann, wird hier nicht verraten. Am Ende der Geschichte, sind aber alle Fragen beantwortet. Auch warum das Perlhuhn Perlhuhn heißt und wie es zu seinem gemusterten Federkleid gekommen ist. Wer Gefallen an der Perlenstickerei gefunden hat, findet im Buch schöne Anleitungen von Rosa Scheffler.

Buchtipp von Minea Süss

Ab sechs Jahre.

Scheffler, Axel: Die Perlendiebin, rowohlt rotfuchs, 2019, € 10,00.

Kommentare sind geschlossen.