Die unglaublichen Untaten des Bermudadreiecks

Lennard ist ein vollkommen normaler Junge. Nur nicht auffallen ist seine Devise. Mit einer Blog schreibenden Mutter, die die mehr oder weniger zahlreiche Leserschaft mit Berichten aus dem Familienleben unterhält, einer Oma, die ihr Faible für Pailletten verzierte Kleidung gnadenlos auslebt und somit nicht umsonst auf den Namen „Glitzer-Oma“ hört und einem kleinen Bruder, der jeden Tag an mehreren komplizierten Krankheiten leidet, eint ihn lediglich mit dem Vater das Streben nach Unauffälligkeit und dem normalen Durchschnitt.

Aber was macht man, wenn man sich als großer Bruder für den kleineren verantwortlich fühlt und gar nicht mit ansehen kann, wie dieser eine Detektivagentur gründet und weit und breit ist kein wirklicher Fall in Sicht? Außerdem stehen die Sommerferien vor der Tür und wenn Linus nicht beschäftigt ist, hat er womöglich mit noch mehr Krankheiten jeden Tag zu kämpfen. Nach einigem Ringen beschließt Lennard dafür zu sorgen, dass der kleine Bruder etwas aufzuklären hat. Verbrechen müssen her und zwar schnell. Eines ist dem gutmütigen Jungen allerdings sofort klar: es dürfen natürlich keine echten Verbrechen sein und alleine schafft er das auch nicht. Profihilfe ist da gefragt. Justin Schulte genannt „Knastin“ bietet sich da an, aber kann man es wagen, so jemanden um Hilfe zu bitten? Die Not ist groß, nicht nur bei Lennard. Anders lässt sich nämlich nicht erklären, dass Justin sich mit seinem Fachwissen anbietet zu helfen. Die dritte im Bunde ist Mathilde, Vielleserin und damit Krimi- und Organisationsexpertin. Gemeinsam stellt sich dieses unterschiedliche Trio der Aufgabe Verbrechen für Linus zu kreieren. Bei so viel Witz und Leidenschaft für das eigene Tun, kann man den Dreien nur wünschen, dass die Freundschaft über die Sommerferien hinaus Bestand hat.

Buchtipp von Minea Süss

Ab 9 Jahre.

Erhardt, Kai: Die unglaublichen Untaten des Bermudadreiecks, Beltz, 2018, € 12,00.

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