Eine Reise durch die Kunst und Weltgeschichte

Sommerzeit ist Urlaubszeit und damit für viele endlich wieder die Gelegenheit zum Buch zu greifen. Wer es sich in den Ferien im trauten Heim bzw. Garten, Park oder auf dem Balkon gemütlich macht, den Museumsbesuch zwar einplant, aber dann doch wieder in der Eisdiele landet, dem sei Aaron Rosens wunderbarer Band durch die Kunst- und Weltgeschichte ans Herz gelegt.

Um all die entlegenen und spannenden Orte zu besuchen muss man die eigene Komfortzone nicht verlassen. Es reicht das Buch aufzuschlagen und sich von den dargebotenen Inhalten in Bann ziehen zu lassen. Als Routenplaner fungiert in diesem Fall das Inhaltsverzeichnis. Der Buchweltenbummler kann zwischen drei großen Zeitfenstern wählen, die jeweils aus einem Zeittandem bestehen. So bilden die vorchristliche Zeit und die Antike ein Kapitel, Mittelalter und frühe Moderne sowie Moderne und zeitgenössische Kunst. Die bereisten Städte sind im Inhaltsverzeichnis  mit einer Jahresangabe versehen. Der Routenplaner ist damit auch gleichzeitig eine Zeitreisemaschine, die uns z. B. ins Rio de Janeiro im Jahr 2020 beamt.

Mein persönliches Vergnügen fusst jedoch auf dem Zufallsprinzip. Die Augen schließen und das Buch einfach aufschlagen. Mit dieser unkomplizierten Methode bin ich soeben im Dschungel von Kambodscha gelandet. Dort besuche ich nun die alte Hauptstadt Ankor im Jahr 1150.

Am Ende der Reise geht es dann erst so richtig los. Der Autor fordert ausdrücklich zu Museumsbesuchen mit Bleistift und Skizzenbuch auf. Ein Grund mehr, die Museen in der eigenen Stadt fest in den nächsten Eisdielenbesuch mit einzuplanen und zu entdecken.

Buchtipp von Minea Süss

Rosen, Aaron: Eine Reise durch die Kunst und die Weltgeschichte, Midas, 2018, € 19,80.

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