Fair für alle!

Angesichts der Präsenz von Umweltthemen, könnte man meinen, dass wir auf einem guten Weg sind. Auch der Verzicht vieler Kunden auf eine Plastiktüte bzw. die selbst mitgebrachte Tragetasche erweckt den Anschein eines zunehmenden Engagements und Bewusstseins für die Gefährdung unserer Umwelt.

Das weltweite Artensterben und eine fortschreitende Globalisierung sprechen eine andere Sprache. Sonja Eismann und Nina Lorkowski widmen sich diesem umfangreichen Thema, indem sie dem Begriff der Nachhaltigkeit nachspüren und die weltweiten Verflechtungen und daraus resultierenden Probleme aufzeigen. Dabei geht es den Autorinnen nicht darum den Zeigefinger zu erheben und der interessierten Leserschaft vorzuschreiben, wie sie sich zu verhalten haben und was sie in Zukunft tun dürfen und was nicht. Der Ansatz folgt vielmehr dem Bedürfnis Licht in den Schlagwortdschungel von Bio, Nachhaltigkeit, Fairtrade und Regional zu bringen sowie den Gesamtzusammenhang zu unmittelbar damit zusammenhängenden Themen wie Energie, Müll, Nahrung, Kleidung, Mobilität, Wohnen und Migration herzustellen.

Jedem der genannten Themen ist ein Kapitel gewidmet. Von den Anfängen bis in unsere Gegenwart, wird jeweils gut verständlich die Entstehungsgeschichte oder vielmehr der Ursprung des Problems beleuchtet, um abschließend die aktuelle Situation vorzustellen. Die gelungene Darstellung des hochkomplexen und hochaktuellen Themas kommt mit übersichtlichen 167 Seiten inklusive Abbildungen aus und unterliegt somit nicht dem Vorwurf allein aufgrund des Umfangs abschreckend zu wirken. Darüber hinaus animiert  die unterhaltsame und verständliche Darstellung zum Weiterlesen.

Buchtipp von Minea Süss

Ab 14 Jahre.

Eismann, Sonja; Lorkowski, Nina: Fair für alle. Warum Nachhaltigkeit mehr ist als nur „bio“, Beltz & Gelberg, 2016, € 16.95.

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