Flohzirkus Pfiffikus

U_5883_1A_FLOHZIRKUS.IND11Bevor der Vertreter des Gerstenberg Verlags mit einem Ansichtsexemplar des „Flohzirkus Pfiffikus“ in Erscheinung trat, war ich mir nicht hundertprozentig sicher, ob es diese besondere Zirkusform tatsächlich gibt. Allein die laute Aussprache des Namens dieser kleinen, sprungfreudigen und starken Tierchen, löst  bei mir schlagartig ein merkwürdiges Kribbeln und Jucken auf der Haut aus und trotzdem  bin ich seit der Grundschule von der Idee eines Flohzirkusses fasziniert. Damals bin ich in den Genuss einer kostenlosen Ausgabe der Kinderzeitschrift „Flohkiste“ gekommen und just in dieser wurde von den artistischen Begabungen von Flöhen berichtet. Heute weiß ich nun, dass es sich um eine seriöse Berichterstattung gehandelt hat und es diese Form der „Dressur“ tatsächlich gibt. Um potentiellen Zweifeln kritischer Leser vorzubeugen, haben Hélène Rajcak und Damien Laverdunt im Anschluss an die zahlreichen Zirkusnummern ihrer 16 Flohdamen eine Doppelseite der Geschichte des Flohzirkus gewidmet. Wer seinen eigenen Zirkus ins Leben rufen möchte, erfährt in der aufschlussreichen Faktensammlung mit historischen Fotomaterial, dass man hierzu Exemplare der Gattung Pulex Irritans – Menschenflöhe, benötigt.

Zu welch außergewöhnlichen Taten die winzigen Tierchen fähig sind, können wir auf großformatigen Doppelseiten bewundern. Jede Doppelseite ist einer besonderen artistischen Attraktion gewidmet und entführt uns in die Welt der Ilusionen und Sensationen. Kinder, die das Lesen gerade für sich entdeckt haben, aber lange Texte noch zu anstrengend finden, werden an den Kommentaren der Akteure und Zuschauer ihre helle Freude haben. So wird im Handumdrehen aus Wimmelbildern ein Wimmelcomic.

 

Buchtipp von Minea Süss

Rajcak, H., Laverdunt, D. : Flohzirkus Pfiffikus, Gerstenberg, 2016, € 14,95

 

 

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