Frag mich!

Der Gedanke an die in absehbarer Zeit beginnende Fragephase der Nichte treibt mir schon jetzt die Schweißperlen auf die Stirn. Beim Auspacken der Verlagslieferungen ertappe ich mich immer wieder dabei  Gedankenverloren in den neuesten Wissensbüchern für Vorschulkinder zu blättern, in der Hoffnung die unzähligen Informationen zu allen erdenklichen Themen finden von allein ihren Weg in mein Hirn. Das die berühmten Warum-Fragen deutlich vor dem Vorschulalter von interessierten Kindern in die Welt gerufen werden, trägt keinesfalls zu meiner Beruhigung bei. Ganz im Gegenteil, wie soll das denn funktionieren? Am besten, indem ich die erste Frage abwarte und dann schaue, was sich machen lässt.

Kaum erwarten kann ich es allerdings, selber Fragen zu stellen. Mit dem Klassiker „Frag mich“ von Antje Damm macht dies nochmal soviel Spaß. Die umfangreiche Fragesammlung, ist ein Schatzkästchen für die gesamte Familie.  Jeder Frage ist jeweils ein Bild zugeordnet, dass als zusätzlicher Ideengeber oder Gedankenanstoß für die Antwort dienen kann. Das Schneckenhaus als Ergänzung zu der Frage „Wo möchtest du einmal wohnen“, eröffnet gar ganz neue Welten. Tiere wohnen ja auch. Nur wo wohnen sie und wie? Da lohnt sich doch der Gang zum Bücherregal und der Blick ins Kinderlexikon, um sich forschend auf die Suche nach Antworten zu machen. Bei der Frage „Was hast du schon mal geerntet?, bin ich schon jetzt gespannt, ob die hoch im Kurs stehenden Erbsen und Tomaten bei Oma und Opa im Garten genannt werden. Viele von den Fragen treffen, wenn man das Buch als Erwachsener in die Hand nimmt mitten ins Herz und ermöglichen die Begegnung mit uns selbst und denen, die uns nahe stehen.

 

Buchtipp von Minea Süss

Ab 5 Jahre.

Damm, Antje: Frag mich!, Moritz Verlag, 2002, € 15,00.

 

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