Grüße vom Mars – Notlandung bei Oma und Opa

Nina, Elmar und Tom sind Geschwister. Als solche fallen sie sich hin und wieder auf die Nerven, aber in erster Linie halten sie zusammen. Auch wenn Nina sehr mit sich und ihren pubertätsbedingten Auswüchsen zu tun hat, sind die drei ein eingeschworenes Team, das nichts so leicht aus der Ruhe bringen kann.

Der zehnjährige Tom erzählt uns munter und vollkommen selbstverständlich von seiner Marsexpedition bei Oma und Opa. Da die Raumfahrt bekanntermaßen noch nicht so weit ist, den Mars zu besiedeln, ist das Unterfangen selbstverständlich nicht wörtlich zu nehmen. Die Großeltern der drei Kinder leben auf dem Land, was insbesondere für Nina der Abgeschiedenheit des erwähnten Planeten gleichkommt. Aber auch für Tom ist die unbekannte Umgebung mit dem vollkommen anders strukturierten Alltag der Großeltern eine große Herausforderung und nur in der konsequent durchgezogenen Spielsituation, bei der die drei Geschwister so tun, als unternähmen sie tatsächlich eine Expedition zum Mars, erträglich. Enkel und Großeltern sind acht Wochen auf sich gestellt. Die geplante Weltreise der beiden Senioren in einem eigens dafür angeschafften alten VW-Bus muss kurzerhand verschoben werden. Die findige Oma kredenzt stattdessen bei jeder Mahlzeit internationale Köstlichkeiten und der ausgesprochen flexibel denkende Opa zaubert mithilfe eines rechteckigen Tischtuchs binnen Sekunden aus einem runden Tisch einen eckigen. Die unkompliziert und heiter daherkommende Botschaft dieses Buches lautet schlicht: Es gibt für alles eine Lösung und manchmal muss man einfach über seinen Schatten springen und etwas Neues ausprobieren. Ich persönlich werde jetzt auch mehr Marsexpeditionen in meinen Alltag einbauen.

Buchtipp von Minea Süss

Ab neun Jahre.

Grusnick, Sebastian; Möller, Thomas: Grüße vom Mars – Notlandung bei Oma und Opa, Dressler, 2019, € 13,00.

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