Johnny Sinclair – Beruf: Geisterjäger

Johnny ist mit seinen zwölf Jahren Kummer gewohnt. Was anderen Kindern in dem Alter schlaflose Nächte bereiten und Angstschweiß auf die Stirn treiben würde, sorgt bei ihm nur für einen Anflug von Nervosität und Nervenkitzel. Die Mitbewohner von Greyman Castle sind Geister, die ihm zu nachtschlafender Stunde das Leben schwer machen.

Im Hier und Jetzt ist es freilich schwer dem besten Freund von den unliebsamen Hausgenossen zu erzählen. Von einer äußerst engagierten Mutter umsorgt, kann man dem zaghaften Russel allerdings kaum verdenken, dass er übersinnlichen und damit auch unheimlichen und gruseligen Dingen konsequent aus dem Weg geht.  Anders sieht es da schon bei dem Kindermädchen aus Haiti aus. Cécile ist laut Eigenauskunft eine Voodoo-Priesterin und in Abwesenheit von Johnnys Eltern für das Wohl des Jungen verantwortlich. Insofern versucht sie natürlich die ausgeprägte Begeisterung ihres Schützlings für die Geisterwelt nach Möglichkeit nicht zu unterstützen. Hilfe naht schließlich in Gestalt eines Totenkopfes, den Johnny bei einem Ausflug ins Moor findet. Nachdem er das Fundstück liebevoll gesäubert hat, dankt selbiges es ihm mit flotten Sprüchen und jeder Menge Tipps und Tricks, die man als Geisterjäger unbedingt beherrschen muss. Unabdingbar ist aber auch ein Assistent aus Fleisch und Blut. Hier zeigt sich einmal mehr, wie gut es ist einen besten Freund zu haben. Russel, angespornt von den wenig schmeichelhaften Kommentaren des Schädels, wächst über sich hinaus und erweist sich als Helfer in der Not.

Mit Witz und Spannung lässt Sabine Städing ihre Hauptfigur auf den Spuren ihres berühmten Namensvetters John Sinclair wandeln und sorgt für angenehme Gänsehaut-Momente beim Lesen unter der Bettdecke.

Buchtipp von Minea Süss

Ab 10 Jahre.

Städing, Sabine: Johnny Sinclair – Beruf: Geisterjäger, Baumhaus, 2017, € 12,00.

 

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