Superstarke Bakterien. Die geheimnisvolle Welt der Mikroben

Was Husten, Schnupfen, Heiserkeit und andere unangenehme und unschöne Symptome angeht, gehöre ich dieses Jahr zu den Wiederholungstätern. Eine eher raue und kratzige Stimme inklusive eines wenig erbaulichen Reizhustens trage ich nun schon über eine Woche nach dem letzten Infekt mit mir rum. Gut, ich bin damit nicht alleine. Aber in Phasen des Selbstmitleids, neige ich zu einer starken Ichbezogenheit. Ist zu Beginn einer Erkältung der Kopfschmerz verflogen, verstärkt sich diese, indem ich mich nur mit Büchern unterhalte. Die sind schließlich geduldig, haben einen langen Atem und widersprechen nicht. Als äußerst unterhaltsam und lehrreich hat sich in dieser Situation das wunderbare Sachbuch aus dem Dorling Kindersley Verlag erwiesen.  Von Bazillen geplagt, wollte ich eigentlich nichts von diesen für unser Auge unsichtbaren Wesen wissen, aber da die mikroskopisch kleinen Tierchen mich so nett vom Titelbild anschauten, habe ich dann doch einfach angefangen zu blättern. Eingehüllt in Schal und Decke, immer darauf bedacht den Tee nicht über das Buch zu schlabbern, versank ich in einer Welt, die sich nur unter dem Mikroskop anschauen lässt. Oder in großen und klaren Grafiken im Buch. Sind die Darstellungen der unzähligen Bakterien- und Virenarten schon beeindruckend, haben mich die Vergleiche noch mehr für das Buch eingenommen. Wenn ich nämlich eine Mikrobe wäre, dann wäre ein Reiskorn für mich größer als ein Berg und wenn der Berg wiederum ein Reiskorn wäre, dann hätte ein Mensch die Größe eines Bakteriums. Das Handy wiederum hätte im Vergleich dazu die Größe eine Handys. Toll, oder? Dreißig Themenbereiche verteilen sich auf jeweils eine übersichtlich gestaltete Doppelseite. So macht lernen Spaß.

Buchtipp von Minea Süss

Ab 9 Jahre.

Mould, Steve: Superstarke Bakterien. Die geheimnisvolle Welt der Mikroben, Dorling Kindersley, 2018, € 12,95.

Kommentare sind geschlossen.