Werken mit dem Taschenmesser

Bruder Nummer zwei hat bis heute immer ein Taschenmesser dabei. Immer ist wörtlich zu nehmen und da man sich in der Freizeit auch sehr gerne in abgelegenen Gegenden tummelt, kommt dieser unabdingbare Gebrauchsgegenstand auch regelmäßig zum Einsatz.

Mein Taschenmesser habe ich am Wochenende hinten in der Küchenschublade entdeckt. Aufräumen kann nicht nur befreiend, sondern auch beglückend sein. Sofort fielen mir die schönen Outdoortitel zum Thema Schnitzen ein, die wir zur Zeit auf unserem Thementisch im Laden haben. Das Klappmesser mit dem angenehm in der Hand liegenden Holzgriff rief aber auch Erinnerungen an frühe Schnitzkünste wach. Wie man aus einem Holunderzweig eine Pfeife schnitzt, der man tatsächlich Töne entlocken kann, hat meinen Geschwistern und mir mein Opa beigebracht.

Was man sonst noch alles mit einem Taschenmesser herstellen kann, verrät uns Felix Immler in seinem lesenswerten Buch. Auch hier spielt der Opa bzw. Uropa  eine Rolle.  Für eine Schweizer Firma hat dieser nämlich das erste Taschenmesser entwickelt. Als Taschenmesserpädagoge führt Felix Immler das Erbe des Uropas fort und lässt uns an seinem Wissen teilhaben. Neben einer ausführlichen Einleitung in die Benutzung eines Taschenmessers, technischen Grundlagen, der richtigen Holzwahl, unterschiedlichen  Schnitztechniken und Tipps zur Pflege kann zwischen 15 kleinen und größeren Schnitzprojekten gewählt werden. Von der Astkröte bis zum fliegenden Propeller eignen sich alle Vorschläge zur direkten Umsetzung im Freien. Wer viel in Wald und Feld unterwegs ist, findet in dem handlichen Buch eine Menge Anregungen und verständliche Erklärungen nebst Fotos, die zum Nachmachen einladen.

Buchtipp von Minea Süss

Ab sieben Jahre.

Immler, Felix: Werken mit dem Taschenmesser. Das kleine Handbuch für unterwegs., AT Verlag, 2014, € 13,00.

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